AWS startet einen Wissensgraphen, der aus KI-Aktivitäten lernt

Amazon Web Services hat eine Reihe neuer Dienste vorgestellt, die KI-Agenten einen besseren Zugang zu Unternehmensdaten ermöglichen sollen. Im Mittelpunkt steht AWS Context, ein Wissensgraph-Dienst, der automatisch Beziehungen zwischen Datensätzen eines Unternehmens erkennt und sich im Laufe der Zeit verbessert, je mehr Agenten ihn nutzen. VentureBeat und GeekWire berichten, dass die Ankündigungen beim AWS Summit in New York erfolgten.

Swami Sivasubramanian, AWS-Vizepräsident für Agentic AI, beschrieb den Ansatz beim Summit: „Dieser Dienst erstellt automatisch einen Wissensgraphen aus all Ihren vorhandenen Daten. Er leitet Beziehungen zwischen Datensätzen, Geschäftsregeln und Fachwissen ab und stellt all das Ihren Agenten zur Laufzeit zur Verfügung.“

Der entscheidende Unterschied zum bisherigen Stand: Der Graph braucht keine manuelle Pflege. Er erkennt selbst, welche Datenquellen zuverlässige Ergebnisse liefern und welche Teile besonders häufig genutzt werden. Datenfachleute können über die AWS Management Console abgeleitete Beziehungen prüfen und freigeben, müssen aber nichts von Grund auf neu aufbauen.

Drei Ebenen, ein System

  • AWS Context erstellt und pflegt den Wissensgraphen. Er kombiniert semantische Suche mit graphbasiertem Schlussfolgern über strukturierte und unstrukturierte Datenquellen.
  • Amazon S3 Annotations ermöglicht es, Geschäftskontext direkt an einzelne Dateien im Amazon-S3-Speicher zu knüpfen.
  • AWS Glue Data Catalog Skill Assets verknüpfen Anleitungen, Abfragemuster und Nutzungsregeln mit Datensätzen im gesamten Unternehmensumfeld.

Außerdem stellte AWS einen neuen Sicherheitsagenten namens AWS Continuum vor. Er startet in einem überwachten Modus und kann schrittweise die Erlaubnis erhalten, Sicherheitslücken im Code selbstständig zu beheben. Das übergeordnete Ziel laut AWS: KI so viel wie möglich selbst erledigen lassen, die letzte Entscheidung aber beim Menschen belassen.

AWS betritt einen hart umkämpften Markt. Snowflake, Microsoft, Redis und Pinecone bieten bereits eigene Lösungen an, um Unternehmensdaten für KI-Agenten aufzubereiten. Analyst Holger Mueller von Constellation Research sagte gegenüber VentureBeat: „Jeder Anbieter von Agentenplattformen braucht eine Context-Fähigkeit.“ Er benannte auch ein gemeinsames Risiko: „Die Sorge gilt, wie bei allen Context-Angeboten, der Leistung, insbesondere bei Transaktionsdaten.“

Quellen

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