Amazon steht vor einer schwierigen Entscheidung über KI-gesteuerte Shopping-Agenten, die die E-Commerce-Branche grundlegend verändern könnten. Das Unternehmen muss wählen, ob es diese Tools bekämpft oder als Partner akzeptiert.
Annie Palmer berichtet für CNBC, dass Amazon-Chef Andy Jassy beobachtet hat, wie Konkurrenten wie OpenAI, Google, Perplexity und Microsoft KI-Agenten veröffentlicht haben. Diese ermöglichen Verbrauchern das Einkaufen, ohne Amazon direkt zu besuchen. Die Agenten durchsuchen das Web nach Produkten und schließen Käufe direkt in Chatbot-Fenstern ab.
Der Trend gefährdet Amazons Margen und Kundenbeziehungen erheblich. OpenAI kassiert eine kleine Gebühr für jede Transaktion über ChatGPT. Einzelhandelsanalystin Sucharita Kodali bei Forrester warnt, dass Händler riskieren, „Transaktionen auf ihrer Website aufzugeben, um Maut auf der Autobahn eines anderen zu zahlen.“
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Amazon reagiert defensiv und blockiert 47 externe KI-Bots auf seiner Website. Im November verklagte das Unternehmen Perplexity. Amazon wirft dem Startup vor, seine Agenten zu verschleiern, um Daten ohne Genehmigung abzugreifen.
Gleichzeitig entwickelt Amazon eigene Tools. Das Unternehmen veröffentlichte den Shopping-Chatbot Rufus im Februar und testet Buy For Me, einen Agenten für Käufe auf anderen Websites innerhalb der Amazon-App.
McKinsey prognostiziert, dass Agentic Commerce bis 2030 eine Billion Dollar Umsatz im US-Einzelhandel generieren könnte. Morgan Stanley schätzt, dass bis dahin fast die Hälfte der amerikanischen Käufer KI-Agenten nutzen wird.
