Die Großbank HSBC ist eine Partnerschaft mit dem französischen Unternehmen Mistral AI eingegangen. Die Bank erhält damit Zugang zu den generativen KI-Modellen des Start-ups. Die Kooperation ist Teil eines größeren Trends, bei dem etablierte Banken neue Technologien einführen, berichtet Ortenca Aliaj für die Financial Times. Sie wollen so die Produktivität ihrer Mitarbeiter steigern und die Kosten senken.
HSBC und Mistral erklärten, gemeinsam KI-Modelle für die Angestellten der Bank entwickeln zu wollen. Die Technologie soll sie bei verschiedenen Aufgaben unterstützen. Dazu gehören Finanzanalysen und die Übersetzung von Dokumenten. Laut HSBC soll die KI den Mitarbeitern helfen, Finanzierungsentscheidungen schneller zu treffen. Zukünftig soll die Technologie auch bei der Aufnahme neuer Kunden und bei der Geldwäschebekämpfung zum Einsatz kommen.
Die Finanzbranche setzt zunehmend auf künstliche Intelligenz. So nutzt die Bank JPMorgan Chase bereits ein hauseigenes KI-System, um Mitarbeiter zu unterstützen. Banken stellen die Einführung von KI oft als eine Möglichkeit dar, Personal für anspruchsvollere Aufgaben freizustellen. Experten erwarten jedoch, dass die Effizienzgewinne langfristig zu einem Abbau von Stellen führen werden.
HSBC nutzt bereits KI im Firmenkunden- und Privatkundengeschäft. Der Vorstandsvorsitzende Georges Elhedery betonte den „verantwortungsvollen Einsatz von KI“. Er versicherte, dass die Partner höchste Standards bei Transparenz und Datenschutz einhalten werden.
