MiniMax M3.1 Flash soll KI-Agenten auf Tempo trimmen

MiniMax hat mit M3.1 Flash ein neues KI-Modell vorgestellt, das Aufgaben mit Software, Weboberflächen und Werkzeugen ausführen soll. In einem offiziellen Blogbeitrag kündigt MiniMax an, dass das Modell über die API, das Abonnement M Plan und die Entwicklungsumgebung MiniMax Code verfügbar ist.

Das Unternehmen richtet M3.1 Flash auf KI-Agenten aus. Damit sind Systeme gemeint, die Aufgaben planen und digitale Werkzeuge nutzen können, um Ergebnisse zu liefern. MiniMax zufolge verbessert das Modell die Leistung bei Geschäftsprozessen, Programmierung, Computerbedienung und Cybersicherheit. Zugleich sollen die Kosten für agentische Aufgaben gegenüber dem Vorgänger um 70 Prozent sinken.

Ergebnisse bei Tests und höhere Geschwindigkeit

MiniMax nennt 73,7 Prozent im Benchmark DeepSWE v1.1. Dieser Test bewertet anspruchsvolle Aufgaben der Softwareentwicklung, etwa das Verstehen von Quellcode, die Umsetzung neuer Funktionen, Fehlerbehebungen und Tests. Beim Computer-Use-Benchmark OSWorld V2 erreicht M3.1 Flash laut MiniMax 61,7 Punkte.

Für komplexe Arbeitsabläufe nennt der Anbieter 76,2 Punkte bei BankerToolBench. Der Test umfasst mehrstufige Planung, konsistente Dokumente, Finanz-Compliance und verknüpfte Werkzeugaufrufe. Beim Sicherheitsbenchmark CyberGym soll das Modell 82 Prozent erreichen. MiniMax verweist dabei auf Aufgaben wie das Auffinden und Prüfen von Sicherheitslücken.

Nach Angaben des Unternehmens erreicht M3.1 Flash bei der Ausgabe mehr als 200 Tokens pro Sekunde. Der Median liege bei mehr als 170 Tokens pro Sekunde. MiniMax führt die höhere Geschwindigkeit unter anderem auf stärkere Sparsity zurück. Dabei werden während der Berechnung gezielt weniger Modellbestandteile aktiviert.

Preise und Veröffentlichung der Gewichte

MiniMax verlangt 0,15 US-Dollar pro einer Million Eingabe-Tokens, 0,60 US-Dollar pro einer Million Ausgabe-Tokens und 0,015 US-Dollar für zwischengespeicherte Eingaben. Die Modellgewichte will das Unternehmen am 23. Oktober veröffentlichen. Damit könnten Entwickler das Modell künftig auch außerhalb der gehosteten MiniMax-Dienste selbst betreiben oder anpassen.

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