Apple bremst KI-Agenten beim Zugriff auf private Mac-Daten

Apple will die Freigabe „Full Disk Access“ in macOS stärker absichern. Diese Berechtigung kann Apps Zugriff auf Dateien, Nachrichten, E-Mails und den Browserverlauf geben. Sarah Perez berichtet für TechCrunch, dass Apple durch leistungsfähigere und autonomere KI-Agenten neue Risiken sieht.

Die Berechtigung war ursprünglich vor allem für Backup-Programme gedacht. Sie kann einer Anwendung jedoch einen sehr weitreichenden Einblick in persönliche Daten auf dem Mac ermöglichen. KI-Agenten könnten damit Dateien durchsuchen, Kommunikation auslesen und Aufgaben direkt auf dem Rechner erledigen.

Apple erklärt, dass Nutzerdaten gefährdet sein könnten, ohne dass Anwender die Folgen vollständig verstünden. Künftig sollen zusätzliche Schutzmechanismen sicherstellen, dass eine solche Freigabe nur nach einer besonders eindeutigen Handlung der Nutzerinnen und Nutzer erfolgt.

Neue Fragen zur Desktop-KI

Der Schritt folgt auf einen Bericht des Inc.-Kolumnisten Jason Aten. Er schrieb, Metas Mac-App Muse habe offenbar Inhalte privater Nachrichten gekannt, obwohl er nach eigener Aussage keine entsprechende Erlaubnis erteilt habe. Meta bestritt diesen Vorwurf.

Muse bietet die Aktivierung von Full Disk Access optional an. Laut Apple kann die Einstellung den Zugriff auf Dateien, E-Mails, Nachrichten und den Browserverlauf erlauben. Der Fall lenkt den Blick auf die weitreichenden Rechte, die KI-Anwendungen auf Desktop-Computern für ihre Automatisierung benötigen können.

Zudem verwies TechCrunch auf einen Wired-Bericht über eine Sicherheitslücke in der Mac-App von ChatGPT. Diese hätte Angreifern möglicherweise den Zugriff auf sensible Daten ermöglichen können. Apple nennt weder einen genauen Zeitpunkt noch technische Details für die neuen Kontrollen und äußerte sich auf Anfrage nicht weiter.

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