Achtung: Geteilte Claude-Chats und Artifacts können via Google auffindbar sein

Öffentlich geteilte Gespräche und Artifacts von Claude sind teilweise in Google-Suchergebnissen aufgetaucht. Dadurch konnten Personen auf Inhalte zugreifen, ohne den ursprünglichen Link erhalten zu haben. Carl Franzen berichtet bei VentureBeat, dass Nutzer auf Reddit und X die Seiten mit gezielten Google-Suchen nach Claude-Freigabeadressen fanden.

Ein Zugriff auf private Claude-Konten steht nach bisherigem Kenntnisstand nicht dahinter. Betroffen sind vielmehr Inhalte, die Nutzer selbst über die Teilen-Funktion freigegeben haben. Die Debatte zeigt aber, dass viele Menschen unter der Zugriffsoption „Jeder mit dem Link“ offenbar etwas anderes verstehen als eine frei zugängliche Webseite.

VentureBeat hat nach eigenen Angaben mehrere Claude Artifacts über Google gefunden und ohne Anmeldung geöffnet. Solche Artifacts können interaktive Anwendungen, Übersichten, Dokumente, Visualisierungen und Software-Prototypen enthalten. Für Unternehmen ist das besonders relevant, weil darin deutlich sensiblere Arbeitsresultate liegen können als in einem einzelnen Chat.

Anthropic weist beim Teilen darauf hin, dass Inhalte für Personen mit dem Link erreichbar sind. Lange, zufällig wirkende Internetadressen vermitteln jedoch leicht den Eindruck, sie seien nicht öffentlich auffindbar. Suchmaschinen können frei erreichbare Seiten grundsätzlich erfassen, sofern technische Sperren wie eine Noindex-Anweisung fehlen.

Laut dem Bericht waren viele der zuerst gefundenen Claude-Gespräche später schwerer über Google zu finden. Ob Anthropic, Google oder beide Unternehmen reagiert haben, bleibt offen. Zwischengespeicherte Seiten, Webarchive und andere Suchmaschinen können Inhalte weiterhin führen.

Was Unternehmen jetzt prüfen sollten

  • Bestehende Freigabelinks prüfen und nicht mehr benötigte Inhalte zurückziehen.
  • Beschäftigten den Unterschied zwischen einem Link und einem Zugriff nur für bestimmte Personen erklären.
  • Vertrauliche Daten, Planungen und Kundeninformationen in angemeldeten Unternehmensbereichen speichern.
  • Freigabeoptionen, Aufbewahrungsregeln und Einstellungen zur Indexierung regelmäßig kontrollieren.

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