Das Open Source Tool Ollama hat eine Series B Finanzierung in Höhe von 65 Millionen Dollar erhalten, angeführt von Theory Ventures. Das berichtet Julie Bort von TechCrunch unter Berufung auf Gründer und CEO Jeff Morgan. Die Runde folgt auf eine Series A über 15 Millionen Dollar unter Führung von Peter Fenton von Benchmark. Insgesamt hat das Unternehmen damit 88 Millionen Dollar eingesammelt.
Ollama wurde 2023 gegründet. Das Tool hilft Entwicklern dabei, offene KI-Modelle direkt auf dem eigenen Rechner laufen zu lassen. Auf GitHub zählt das Projekt 176.000 Sterne und fast 17.000 Forks. Laut Morgan nutzen mittlerweile über 8,9 Millionen Entwickler Ollama monatlich. Das Tool ist in 85 Prozent der Fortune-500-Unternehmen im Einsatz. Das Team besteht aus nur 14 Mitarbeitenden.
Erfahrung aus der Docker-Zeit
Morgan und Mitgründer Michael Chiang haben zuvor Docker Desktop mitentwickelt. Ihr früheres Startup Kitematic wurde damals von Docker übernommen. Genau diese Erfahrung hat Fenton überzeugt, in das Unternehmen zu investieren. „Die kreative Kraft, ein Produkt zu schaffen, das bei Entwicklern zur Selbstverständlichkeit wird, ist extrem selten“, sagt er gegenüber TechCrunch.
Neben dem kostenlosen Desktop-Tool betreibt Ollama auch ein Cloud-Geschäft. Über Abonnements zwischen 0 und 100 Dollar pro Monat können Entwickler größere Modelle nutzen, abgerechnet nach GPU-Zeit statt nach Token-Limits. Morgan verweist auf den Aufstieg von Agentic-AI-Tools wie OpenClaw Anfang des Jahres als Beleg dafür, dass offene Modelle anspruchsvolle Aufgaben bewältigen können. Das treibe auch die Nachfrage nach dem kostenpflichtigen Service.
Nicht alle sehen diese Entwicklung positiv. Einige Entwickler werfen Ollama vor, sich in Richtung „Enshittification“ zu bewegen, also der schleichenden Verschlechterung eines beliebten Tools zugunsten kommerzieller Interessen. Fenton widerspricht: „Am kostenlosen Kernprodukt für den Desktop hat sich nichts geändert.“
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