Krea veröffentlicht neues KI-Bildmodell als Open Weights und gezielt für Unternehmen

Das KI-Startup Krea hat die Weights seines neuen Bildgenerierungsmodells Krea 2 als zwei öffentlich verfügbare Versionen veröffentlicht: Krea 2 Raw und Krea 2 Turbo. Beide Modelle sind auf Hugging Face zum Download verfügbar. Der Schritt richtet sich gegen ein wachsendes Problem in der Kreativbranche: KI-generierte Bilder, die generisch, vorhersehbar und austauschbar wirken.

Laut Krea bieten die Modelle mehr visuelle Vielfalt und eine höhere Treffsicherheit bei Prompts als viele vergleichbare Werkzeuge. Außerdem lassen sie sich stärker an individuelle Anforderungen anpassen.

Zwei Modelle für unterschiedliche Zwecke

  • Krea 2 Raw ist ein unfertiger, nicht nachbearbeiteter Modell-Checkpoint aus dem mittleren Trainingsstadium. Er enthält keine eingebauten Stilvorlieben. Das macht ihn besonders geeignet, um eigene visuelle Sprachen, Markenästhetiken oder spezifische Designstile zu trainieren.
  • Krea 2 Turbo ist eine optimierte, produktionsreife Version, die Bilder in rund 2 Sekunden erzeugt. Sie eignet sich für schnelle Konzeptentwicklung und iteratives Arbeiten.

Krea empfiehlt einen kombinierten Ansatz: Benutzerdefinierte Anpassungen werden auf Raw trainiert und anschließend mit Turbo für die schnelle Ausgabe genutzt. Das Unternehmen selbst arbeitet intern nach diesem Prinzip.

Nutzungsbedingungen und Lizenz

Einzelpersonen und kleine Teams dürfen die Modelle kostenlos nutzen, auch kommerziell. Organisationen mit mehr als 50 Nutzerplätzen, die Single Sign-On oder individuelle Datenverarbeitungsverträge benötigen, müssen eine kostenpflichtige Enterprise-Lizenz direkt mit Krea verhandeln. Der API-Zugang wird unabhängig davon pro Generierung abgerechnet.

Alle Nutzerinnen und Nutzer sind verpflichtet, technische Schutzmaßnahmen einzusetzen. Diese müssen die Generierung illegaler Inhalte, nicht einvernehmlicher intimer Darstellungen und Missbrauchsmaterial von Kindern verhindern. Wer diese Anforderungen nicht erfüllt, verstößt gegen die Lizenzvereinbarung.

Krea beansprucht kein Urheberrecht an Inhalten, die mit den Modellen erstellt werden. Das 2022 gegründete Unternehmen wird unter anderem von Andreessen Horowitz finanziert und gibt an, 30 Millionen Nutzerinnen und Nutzer in 191 Ländern zu haben.

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