Die Newsletter-Plattform Beehiiv hat das AI Crawl Control-Tool von Cloudflare direkt in ihr Dashboard integriert. Damit können Autorinnen und Autoren ab sofort selbst entscheiden, ob KI-Crawler ihre Inhalte abrufen dürfen. Das Feature steht den rund 135.000 Publishern auf Beehiiv sofort zur Verfügung, wie Duncan Riley für SiliconANGLE berichtet.
Bislang erforderte das Blockieren von KI-Bots technisches Wissen: Wer sie abhalten wollte, musste robots.txt-Dateien bearbeiten oder Firewall-Regeln schreiben. Das war für die meisten unabhängigen Creator keine realistische Option. Die neue Integration macht das überflüssig.
Das zeigt das Dashboard
- Welche KI-Crawler versuchen, auf eine Publikation zuzugreifen
- Was aktuell blockiert wird
- Wie viel Referral-Traffic jeder Crawler zurückschickt
Gerade der letzte Punkt ist entscheidend. Wer KI-Crawler zulässt, kann von mehr Reichweite profitieren. Wer sie blockiert, hält die Inhalte für mögliche Lizenzdeals frei. Publisher können auch differenzieren: Einen Crawler blockieren, einen anderen durchlassen. Das geht jeweils mit einem Klick. Die Crawler-Liste aktualisiert sich laut Cloudflare automatisch, sobald neue Dienste auftauchen.
Die Partnerschaft ist Teil einer längerfristigen Strategie von Cloudflare. Das Unternehmen aktivierte 2025 für neue Kundinnen und Kunden standardmäßig eine KI-Scraper-Blockierung. Zudem betreibt es einen Pay Per Crawl-Marktplatz, über den Publisher KI-Unternehmen für den Zugriff auf ihre Inhalte bezahlen lassen können. Im Januar kaufte Cloudflare das Startup Human Native, um seine Werkzeuge für die Lizenzierung von Inhalten auszubauen.
Cloudflare-Mitgründer und CEO Matthew Prince bezeichnete die Zusammenarbeit mit Beehiiv als nächsten Schritt, um Newsletter-Betreibern mehr Transparenz und Kontrolle im Umgang mit KI-Unternehmen zu geben. Beehiiv-CEO Tyler Denk sieht die Integration als Verhandlungswerkzeug für Autorinnen und Autoren, da KI zunehmend verändert, wie Leserinnen und Leser Inhalte entdecken.
Beehiiv behält keine Anteile an Aboeinnahmen und Publisher behalten die Hoheit über ihr Publikum. Für Cloudflare ist die Plattform damit ein wichtiger Einstiegspunkt in die Creator Economy.
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