Fünf große Verlage und der Autor Scott Turow haben in den USA eine Sammelklage gegen Meta und Konzernchef Mark Zuckerberg eingereicht. Todd Spangler berichtet für Variety. Zu den klagenden Verlagen gehören Hachette, Macmillan, McGraw Hill, Elsevier und Cengage.
Die Kläger werfen Meta vor, Millionen urheberrechtlich geschützter Bücher und Artikel illegal kopiert zu haben, um das KI-System Llama zu trainieren. Laut Klageschrift hat Zuckerberg die Verstöße „persönlich genehmigt und aktiv gefördert“. Meta soll dabei über 267 Terabyte an raubkopiertem Material heruntergeladen haben. Das entspricht dem Inhalt von Hunderten Millionen Publikationen.
Besonders brisant: Meta hatte laut der Klageschrift zunächst erwogen, Inhalte zu lizenzieren. Das Budget dafür sollte auf bis zu 200 Millionen US-Dollar angehoben werden. Im April 2023 wurde die Frage an Zuckerberg eskaliert. Danach stellte das Unternehmen die Lizenzierungsbemühungen ein. Intern hieß es, selbst eine einzige Lizenz würde die Strategie gefährden, sich auf das Prinzip des „Fair Use“ zu berufen.
Zusätzlich soll Meta Urheberrechtsinformationen aus den Werken entfernt haben, um deren Herkunft zu verschleiern.
Meta erklärte auf Anfrage: „Gerichte haben zu Recht festgestellt, dass das Training von KI mit urheberrechtlich geschütztem Material als Fair Use gelten kann.“
Dieses Argument hatte bereits Erfolg. Im Juni 2025 entschied ein Bundesrichter, dass Metas Nutzung von rund 200.000 Büchern für das Llama-Training als Fair Use gilt. Die neue Klage argumentiert, dass Metas gezieltes Umgehen von Urheberrechtsschutzmaßnahmen diesen Schutz ausschließt.
Bleib auf dem Laufenden
KI für Contentprofis: die neuesten Tools, Tipps und Trends. Alle 14 Tage in deine Inbox:
