Xiaomi hat zwei neue quelloffene KI-Sprachmodelle vorgestellt: MiMo-V2.5 und MiMo-V2.5-Pro. Carl Franzen berichtet für VentureBeat, dass beide Modelle unter der MIT-Lizenz veröffentlicht werden. Das bedeutet: Unternehmen und Entwickler dürfen die Modelle ohne Einschränkungen kommerziell nutzen, anpassen und betreiben.
Die Modelle sind auf sogenannte agentische Aufgaben ausgelegt. Dabei erledigt ein KI-System selbstständig mehrstufige Aufgaben im Auftrag des Nutzers, etwa das Verwalten von E-Mails, das Betreiben von Social-Media-Konten oder das Erstellen von Marketing-Inhalten.
Laut Xiaomis eigenen Benchmarks erreicht MiMo-V2.5-Pro eine Erfolgsrate von 63,8 Prozent bei agentischen Aufgaben. Dabei verbraucht es 40 bis 60 Prozent weniger sogenannte Tokens als vergleichbare Modelle von Anthropic, Google und OpenAI. Weniger Tokens bedeuten geringere Kosten, was zunehmend relevant ist, da immer mehr Dienste nutzungsbasiert abrechnen.
Xiaomi hat auch Daten zu konkreten Aufgaben veröffentlicht, die das Pro-Modell eigenständig abgeschlossen hat. Es entwickelte in 4,3 Stunden einen funktionsfähigen Compiler von Grund auf. Eine Videobearbeitungsanwendung mit 8.192 Zeilen Code erstellte es in 11,5 Stunden.
Der Preis für das Basismodell beginnt bei 0,40 US-Dollar pro Million Eingabe-Tokens. Das Pro-Modell kostet 1,00 US-Dollar pro Million Eingabe-Tokens bei Kontextfenstern bis zu 256.000 Tokens.
Beide Modelle sind auf der Plattform Hugging Face verfügbar. Zur Förderung der Entwicklergemeinschaft stellt Xiaomi außerdem 100 Billionen Tokens kostenlos zur Verfügung.
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