OpenAI stellt seine Video-KI Sora ein. Das Unternehmen richtet sich strategisch neu aus und will sich künftig auf Business- und Programmierwerkzeuge konzentrieren. Berber Jin berichtet für das Wall Street Journal, dass CEO Sam Altman die Entscheidung intern bekannt gegeben hat.
Von der Einstellung betroffen sind die Verbraucher-App, eine Entwicklerversion der Plattform sowie die Videofunktion in ChatGPT. OpenAI hatte die mobile Sora-App im September des vergangenen Jahres gestartet. Die App war als eine Art TikTok-Feed für KI-generierte Videos konzipiert.
Das Unternehmen verlagert nun Rechenkapazitäten und Fachkräfte auf Produktivitätswerkzeuge und agentische Systeme. Agenten-Anwendungen ermöglichen es KI-Software, selbstständig Aufgaben auszuführen. Dazu gehören etwa das Schreiben von Code oder die Analyse von Daten, oft direkt auf dem Computer eines Nutzers.
Vergangene Woche kündigte OpenAI an, seine ChatGPT-Desktop-App, das Programmierwerkzeug Codex und seinen Browser Atlas zu einer einzigen Anwendung zusammenzuführen. Fidji Simo, die Leiterin des Anwendungsbereichs, rief Mitarbeiter dazu auf, sich nicht von „Nebenprojekten“ ablenken zu lassen.
OpenAI plant nicht zuletzt einen möglichen Börsengang noch im vierten Quartal dieses Jahres. Das erhöht den Druck, das Produktangebot zu straffen.
Das Sora-Team soll sich laut Altman künftig auf langfristige Projekte konzentrieren, darunter Robotik.

