Arthur Mensch, CEO des französischen KI-Unternehmens Mistral, schlägt Alarm. Europa habe etwa zwei Jahre Zeit, eine eigene Infrastruktur für künstliche Intelligenz aufzubauen. Andernfalls drohe dauerhafte Abhängigkeit von amerikanischen Technologiekonzernen. Business Insider berichtet über Aussagen, die Mensch bei einer Anhörung zur digitalen Souveränität in der französischen Nationalversammlung gemacht hat.
„Es wird sich in den nächsten zwei Jahren entscheiden“, sagte Mensch. Er warnte, Europa könnte die Kontrolle über KI-Modelle, Energieversorgung und Recheninfrastruktur verlieren. „Sobald das Angebot von amerikanischen Akteuren monopolisiert wird, haben wir plötzlich kein Angebot mehr und können Elektronen nicht länger in Tokens umwandeln“, so Mensch.
Der Unternehmer ging noch weiter. Er warnte, Europa könnte zum „Vasallenstaat“ werden, wenn es keine eigene KI-Industrie aufbaut. Als zentrales Problem nannte er das Investitionsvolumen der USA. „Die Amerikaner setzen nächstes Jahr eine Billion Dollar ein“, sagte er. „Wer die Chips kontrolliert, wer die Elektronen kontrolliert, wer massiven Zugang zu Energie hat, der gewinnt.“
Mistral wurde 2023 gegründet und wird derzeit mit rund 13,6 Milliarden Dollar bewertet. Das Unternehmen plant, bis 2029 ein Gigawatt an KI-Rechenkapazität aufzubauen. Mensch kritisierte außerdem Europas zersplitterte Regulierung und Kapitalmärkte. Sie erschwerten es Startups, wettbewerbsfähig zu wachsen.
„In einer Welt, in der man alle digitalen Dienste aus den Vereinigten Staaten importiert, hat man keinen Einfluss auf die Vereinigten Staaten“, sagte er.
Bleib auf dem Laufenden
KI für Contentprofis: die neuesten Tools, Tipps und Trends. Alle 14 Tage in deine Inbox:
