KPMG hat einen Bericht über künstliche Intelligenz von seinen Websites entfernt. Mehrere darin erwähnte Organisationen erklärten, die Angaben über sie seien falsch. Anthony Ha berichtet für TechCrunch, dass die Fehler offenbar auf KI-Halluzinationen zurückgehen. Das bedeutet: Die Unternehmensberatung hat wahrscheinlich KI eingesetzt, um einen Bericht über den Einsatz von KI zu verfassen.
Der Bericht trug den Titel „Redefining excellence in the age of agentic AI“ und erschien im Oktober 2025. Die Forschungsgruppe GPTZero entdeckte die Ungenauigkeiten und teilte der Financial Times mit, dass Halluzinationen die Ursache seien.
Vier Organisationen widersprechen den Aussagen
Vier Organisationen erklärten gegenüber der Financial Times, der Bericht stelle ihren KI-Einsatz falsch oder irreführend dar:
- UBS
- Der britische National Health Service
- Die Schweizerischen Bundesbahnen
- Transport for London
Ein KPMG-Sprecher bestätigte, dass das Unternehmen den Bericht entfernt hat und eine interne Untersuchung durchführt. „We expect all our people to follow our guidelines on the responsible use of AI, including human oversight to validate content and verify independent sources“, erklärte der Sprecher.
Der Vorfall steht nicht allein. Bereits im Vormonat zog die Beratungsfirma EY einen Bericht über Kundenbindungsprogramme zurück. Auch dieser enthielt offenbar erfundene Fußnoten und KI-Halluzinationen.
Der Begriff KI-Halluzinationen meint, dass ein generatives KI-System Informationen produziert, die plausibel klingen, aber sachlich falsch oder vollständig erfunden sind. Tauchen solche Fehler in professionellen Berichten auf, beschädigen sie nicht nur das Ansehen der Verfasser. Sie werfen auch grundlegende Fragen über die Zuverlässigkeit des gesamten Rechercheprozesses auf.
Lies in einem weiteren Artikel, wie du KI-Halluzinationen erkennen und vermeiden kannst.
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