IFA: Nvidia RTX Spark bringt lokale KI auf Laptops und Mini-PCs

Nvidias RTX-Spark-Chip kommt in Laptops und kompakte Desktop-PCs, die KI-Modelle direkt auf dem Gerät ausführen sollen. Die auf der IFA in Berlin vorgestellten Systeme richten sich an Menschen, die KI-Agenten und andere anspruchsvolle Anwendungen nutzen möchten, ohne vertrauliche Daten an Cloud-Dienste zu übertragen.

Luke Larsen berichtet für WIRED, dass Lenovo, Dell, Asus, Microsoft, HP und Acer RTX-Spark-Produkte vorbereiten. Die ersten Laptops sollen im Herbst erscheinen.

Lenovo zeigte das Yoga 9n 2-in-1. Das 16-Zoll-Notebook mit umklappbarem Display bietet einen OLED-Touchscreen mit 120 Hz, sechs Lautsprecher und eine 9,2-Megapixel-Webcam. Im Inneren arbeitet ein Arm-basierter System-on-a-Chip. Er vereint Nvidias Grace-CPU, Blackwell-RTX-Grafik und gemeinsamen Arbeitsspeicher in einem Baustein. Das Konzept ähnelt eher Apples integrierten Chips als klassischen Windows-Notebooks mit separater Grafikkarte.

Das Yoga 9n lässt sich mit bis zu 64 GB Arbeitsspeicher konfigurieren. Das 15-Zoll-Modell Yoga Pro 9n unterstützt bis zu 128 GB. Viel Arbeitsspeicher ist für lokale KI wichtig, weil größere KI-Modelle dort vollständig geladen und verarbeitet werden müssen.

Kompakte Rechner für lokale KI

Acer und Asus planen außerdem Mini-PCs mit RTX Spark. Sie sind etwa so groß wie ein Mac mini. Nach Angaben der Hersteller bieten sie bis zu 128 GB Arbeitsspeicher und eine KI-Leistung von bis zu einem Petaflop. Dieser Wert beschreibt zwar eine sehr hohe Rechenleistung. Die tatsächliche Leistung hängt jedoch vom jeweiligen KI-Modell und Einsatz ab.

Die Geräte sollen KI-Workflows direkt vor Ort ausführen. Das betrifft etwa Anwendungen, die mit Dokumenten, E-Mails oder anderen persönlichen Informationen arbeiten. Lokale Verarbeitung kann die Abhängigkeit von Cloud-Plattformen senken und ermöglicht mehr Kontrolle über sensible Daten.

Preise für RTX-Spark-Systeme nennt Nvidia noch nicht. Larsen verweist darauf, dass Computer mit viel Arbeitsspeicher bereits teuer sind. Lenovos AMD-basierter ThinkCentre X Ultra für lokale KI soll beispielsweise ab 3.699 US-Dollar starten.

Foto: Asus

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