Google veröffentlicht Gemini 3.1 Pro mit deutlich verbessertem Reasoning

Google hat Gemini 3.1 Pro veröffentlicht, eine aktualisierte Version seines KI-Modells Gemini 3 Pro. Das Unternehmen beschreibt es als einen Schritt vorwärts beim Reasoning — also der Fähigkeit, komplexe Probleme zu lösen, bei denen einfache Antworten nicht ausreichen.

Das Modell ist jetzt für Verbraucher über die Gemini-App und NotebookLM verfügbar, allerdings vorerst nur für Nutzer mit einem Google AI Pro- oder Ultra-Abonnement. Entwickler können es als Vorschauversion über die Gemini API, Google AI Studio, Gemini CLI, die Entwicklungsplattform Google Antigravity und Android Studio nutzen. Unternehmenskunden erhalten Zugang über Vertex AI und Gemini Enterprise.

Google erklärt, dass Gemini 3.1 Pro auf derselben Kernintelligenz aufbaut, die mit Gemini 3 Deep Think eingeführt wurde. Beim Benchmark ARC-AGI-2, der die Fähigkeit eines Modells testet, völlig neue Logikaufgaben zu lösen, erzielte das Modell einen Wert von 77,1 Prozent. Laut Google ist das mehr als doppelt so hoch wie der Wert von Gemini 3 Pro. Beim wissenschaftlichen Benchmark GPQA Diamond erreichte das Modell 94,3 Prozent. Beim Coding-Benchmark SWE-Bench Verified kam es auf 80,6 Prozent.

Google nennt mehrere praktische Einsatzbereiche für das verbesserte Reasoning:

  • Animierte Grafiken direkt aus einem Text-Prompt erstellen
  • Live-Dashboards mit Echtzeit-Daten bauen, etwa zur Satellitenverfolgung
  • Interaktive 3D-Visualisierungen mit Nutzersteuerung entwickeln
  • Literarische Themen in Website-Designs übersetzen

Laut der „Model Card“ von Google DeepMind akzeptiert Gemini 3.1 Pro Text, Bilder, Audio und Video als Eingabe und unterstützt ein Kontextfenster von bis zu einer Million Tokens. Die Ausgaben umfassen bis zu 64.000 Tokens. Das Modell basiert auf Gemini 3 Pro.

Google DeepMind hat außerdem Ergebnisse interner Sicherheitsbewertungen veröffentlicht. In den meisten Kategorien schneidet das Modell ähnlich gut oder etwas besser ab als Gemini 3 Pro. In einer Kategorie — Sicherheit bei Bild-zu-Text-Aufgaben — zeigte sich ein kleiner Rückgang von 0,33 Prozentpunkten. Das Unternehmen hat auffällige Inhalte manuell geprüft und berichtet, dass die meisten Abweichungen entweder falsch positive Treffer waren oder nicht als schwerwiegend eingestuft wurden.

Im Rahmen des Frontier Safety Frameworks hat Google das Modell in fünf Risikobereichen bewertet: chemische, biologische, radiologische und nukleare Informationen; Cyber-Bedrohungen; schädliche Manipulation; maschinelles Lernen; sowie Fehlausrichtung von KI-Zielen. In keinem dieser Bereiche erreichte das Modell das kritische Fähigkeitsniveau. Im Bereich Cyber stellt Google fest, dass Gemini 3.1 Pro im Vergleich zum Vorgänger stärker geworden ist, der bereits eine Warnschwelle überschritten hatte. Das Unternehmen erklärt jedoch, das Modell bleibe unter dem kritischen Niveau, und es seien Schutzmaßnahmen aktiv.

Google veröffentlicht Gemini 3.1 Pro zunächst als Vorschauversion statt als allgemeine Veröffentlichung. Das Unternehmen will Updates validieren und vor einem vollständigen Rollout weitere Verbesserungen vornehmen, insbesondere bei agentischen Workflows — also Abläufen, bei denen KI-Modelle selbstständig mehrstufige Aufgaben ausführen.

Quellen: Google Blog, Google DeepMind, 9to5Google

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