Google erweitert Deep Research mit Max-Variante für professionelle Analysen

Google stellt zwei neue Versionen seiner autonomen Recherche-Agenten vor. Die Systeme tragen die Namen Deep Research und Deep Research Max und sollen KI-gestützte Analyse zu einem zentralen Werkzeug in Unternehmen machen.

Der offizielle Blogpost erklärt, dass die Technologie mit dem Modell Gemini 3.1 Pro einen Wandel vollziehe. Die Agenten entwickeln sich demnach von reinen Zusammenfassungswerkzeugen hin zu Systemen für komplexe, mehrstufige Rechercheprozesse. Entwickler können mit einem einzigen API-Aufruf umfangreiche Analysen starten, die Webquellen und interne Daten kombinieren.

Die beiden Varianten erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Deep Research ist auf Geschwindigkeit ausgelegt. Es eignet sich für Anwendungen mit direkter Nutzerinteraktion, bei denen schnelle Ergebnisse gefragt sind. Deep Research Max setzt dagegen auf maximale Tiefe. Das System nutzt mehr Rechenzeit, um Ergebnisse schrittweise zu verbessern. Es ist für Hintergrundprozesse gedacht, etwa für automatisch erstellte Berichte über Nacht.

Google gibt an, dass die Max-Version bessere Ergebnisse bei Tests zur Informationssuche und Schlussfolgerung erziele. Das System greife auf mehr Quellen zu und bewerte widersprüchliche Informationen sorgfältiger. Dadurch entstünden differenziertere Analysen.

Eine zentrale Neuerung ist die Unterstützung des Model Context Protocol, kurz MCP. Unternehmen können damit eigene Datenquellen und externe Fachdienste anbinden. Der Agent greift nicht mehr nur auf frei verfügbare Inhalte zu, sondern auch auf geschützte Daten wie Finanzinformationen oder interne Dokumente.

Neu sind auch integrierte Visualisierungen. Die Agenten erstellen Diagramme und Infografiken direkt im Bericht. Nutzer können komplexe Daten so leichter verstehen, ohne zusätzliche Software zu nutzen. Laut Google entstehen so sofort nutzbare Präsentationsinhalte.

Weitere Funktionen erhöhen Transparenz und Kontrolle. Nutzer können den Rechercheplan vorab prüfen und anpassen. Verschiedene Werkzeuge lassen sich kombinieren, etwa Websuche, Dateizugriff oder Codeausführung. Alternativ kann der Zugriff auf externe Quellen komplett deaktiviert werden. Eine Echtzeitanzeige zeigt Zwischenschritte und ermöglicht Einblick in den Analyseprozess.

Das System unterstützt verschiedene Eingabeformate wie PDFs, Tabellen, Bilder oder Audio. Dadurch kann es Informationen aus unterschiedlichen Quellen zusammenführen. Das ist besonders in Bereichen wie Finanzanalyse oder Life Sciences relevant.

Google arbeitet mit Partnern wie FactSet, S&P und PitchBook zusammen. Ziel ist es, spezialisierte Daten in die neuen Workflows zu integrieren. Das Unternehmen sieht darin ein Potenzial, Rechercheprozesse deutlich zu beschleunigen.

Deep Research und Deep Research Max sind als Vorschauversion über die Gemini API verfügbar. Eine breitere Nutzung in der Google Cloud ist geplant.

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