Gemini Notebook macht die eigenen E-Books zu einer Quelle für KI-Antworten

Google erweitert Gemini Notebook um Expert Intelligence. Mit der Funktion können Nutzer ausgewählte Bücher, die sie bei Google Play Books gekauft haben, als Quellen in die KI-Anwendung übernehmen. Emma Roth berichtet für The Verge, dass sich daraus Fragen beantworten sowie Pläne, Infografiken und KI-Podcasts erstellen lassen.

Nutzer können den vollständigen Text solcher Bücher auch direkt in Gemini Notebook lesen. Google zeigt die Funktion unter anderem mit Michael Pollans Food Rules. Daraus erstellt die Anwendung ein Rezeptbuch. In einem weiteren Beispiel nutzt sie Kim Scotts Radical Candor, um eine Frage zu einem schwierigen Gespräch mit einem Mitarbeiter zu beantworten.

Großer Startbestand und Schutz für gekaufte Inhalte

Zum Start unterstützt Expert Intelligence mehr als 100.000 Bücher. Zu den beteiligten Verlagen gehören Penguin Random House, Johns Hopkins University Press, Macmillan Publishers und O’Reilly Media.

Zusätzlich arbeitet Google mit 15 Autoren an sogenannten Featured Notebooks. Dazu zählen Pollan, Scott, Steven Pinker und Jennifer Wallace. Die Autoren ergänzen diese Notebooks mit eigenen Materialien, Einführungsschreiben und weiteren Quellen. Unterstützte Titel erhalten in Google Play Books einen Hinweis auf Gemini Notebook im Bereich Tools.

Beim Teilen eines Notebooks sollen die Rechte der Buchkäufer geschützt bleiben. Wer ein darin genanntes Buch nicht besitzt, sieht es zwar als Quelle, der vollständige Text und daraus abgeleitete Informationen bleiben jedoch gesperrt. Ein Klick führt stattdessen zur Kaufseite bei Google Play Books.

Google will Expert Intelligence später auch in den KI-Modus der Suche und in die Gemini-App integrieren. Außerdem plant das Unternehmen Unterstützung für wissenschaftliche Artikel, Zeitschriften und Zeitungen.

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