In den USA überwiegt inzwischen die Sorge über künstliche Intelligenz. 52% der Erwachsenen sind wegen des zunehmenden KI Einsatzes im Alltag stärker besorgt als begeistert. 2021 lag dieser Anteil noch bei 37%, wie eine Umfrage von Colleen McClain und Eugenie Park für das Pew Research Center zeigt.
Besonders deutlich ist der Wandel bei jungen Erwachsenen. Erstmals sagt eine Mehrheit der unter 30 Jährigen, nämlich 55%, dass sie KI mit mehr Sorge als Begeisterung begegnet. Rund jeder Zehnte ist stärker begeistert als besorgt. Etwa ein Drittel empfindet beides im gleichen Maß.
Die Skepsis hat seit 2021 in allen Altersgruppen zugenommen. Bei den Menschen ab 30 Jahren fiel der stärkste Anstieg vor allem in den ersten zwei Jahren des Untersuchungszeitraums an. Bei den unter 30 Jährigen wächst die Sorge weiter.
Angst vor weniger Arbeitsplätzen nimmt zu
Im Mittelpunkt der Bedenken stehen die Folgen für den Arbeitsmarkt. 71% der Befragten erwarten, dass KI in den kommenden 20 Jahren zu weniger Arbeitsplätzen in den USA führen wird. 2024 waren es 64%. Nur 5% rechnen mit mehr Jobs. 10% erwarten kaum Veränderungen, weitere Befragte sind unentschlossen.
Unter jungen Erwachsenen hat sich diese Einschätzung besonders stark verbreitet. 73% der unter 30 Jährigen erwarten weniger Arbeitsplätze durch KI. Zwei Jahre zuvor lag der Wert bei 61%. Damit unterscheiden sie sich kaum noch von den 30 bis 64 Jährigen. Menschen ab 65 Jahren rechnen etwas seltener mit Arbeitsplatzverlusten, doch auch in dieser Gruppe ist dies die Mehrheitsmeinung.
Für die Erhebung befragte das Pew Research Center 3.488 Erwachsene in den USA. Frühere Untersuchungen des Instituts zeigen, dass junge Erwachsene KI auch über die Arbeitswelt hinaus kritisch sehen. Viele nutzen Chatbots. Sie sagen aber ebenso häufig, dass diese Werkzeuge der eigenen Kreativität schaden, wie dass sie ihr helfen.
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