Das kanadische KI-Unternehmen Cohere übernimmt die deutsche KI-Firma Aleph Alpha. Der gemeinsame Konzern soll einen Wert von rund 20 Milliarden Dollar haben. Über den genauen Kaufpreis haben beide Unternehmen Stillschweigen vereinbart. Der Abschluss des Deals hängt noch von regulatorischen Genehmigungen ab.
Cohere behält seinen Namen und betreibt künftig zwei Hauptsitze: einen in Kanada, einen in Deutschland. Aktionäre von Aleph Alpha erhalten laut mit den Details vertrauten Personen eine Cohere-Aktie für je neun gehaltene Aleph-Alpha-Aktien.
Im Mittelpunkt steht sogenannte souveräne KI: Systeme, bei denen Unternehmen und Behörden die Kontrolle über ihre eigenen Daten und Infrastruktur behalten und damit unabhängig sind von großen US-Technologiekonzernen wie OpenAI oder Google.
Das deutsche Digitalministerium bezeichnete die Transaktion als von „hohem geostrategischen und wirtschaftlichem Wert.“ Die Bundesregierung soll Ankerkundin des gemeinsamen Unternehmens werden. Aleph Alpha arbeitet bereits mit dem Bundesministerium für Digitales und dem Land Baden-Württemberg zusammen.
Der Handelskonzern Schwarz Group, Eigentümer der Supermarktkette Lidl, führt eine neue Finanzierungsrunde an und stellt 600 Millionen Dollar bereit und zwar als Eigenkapital und Forschungsförderung. Der Technologiearm Schwarz Digits soll die Rechenzentrumsinfrastruktur für das fusionierte Unternehmen stellen.
Cohere wurde 2019 in Toronto von ehemaligen Google-Forschern gegründet und zuletzt mit rund 6,8 Milliarden Dollar bewertet. Aleph Alpha wurde ebenfalls 2019 gegründet, allerdings in Heidelberg, und sammelte mehr als 600 Millionen Dollar an Investitions- und Fördermitteln ein.
Quellen: CNBC, Financial Times
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