Anthropic hat ein umfangreiches Update für Claude Design veröffentlicht. Das KI-gestützte Designwerkzeug hatte nach seinem Start im April in der ersten Woche mehr als eine Million Nutzerinnen und Nutzer gewonnen. Michael Nuñez berichtet für VentureBeat, dass das Update drei zentrale Schwächen des Tools behebt: einen zu hohen Token-Verbrauch, fehlende Markenkontrolle und die schwierige Zusammenarbeit zwischen Design und Softwareentwicklung.
Unternehmen können eigene Designsysteme einbinden
Die wichtigste neue Funktion erlaubt es, ein bestehendes Designsystem eines Unternehmens zu importieren. Dazu gehören Schaltflächen, Schriftarten, Farben und Abstände. Claude Design hält sich automatisch an diese Vorgaben und überprüft seine Ergebnisse vor der Ausgabe. Administratoren können die so freigegebene Informationen sperren, damit einzelne Nutzende keine eigenen Änderungen vornehmen können.
Bisher erzeugte Claude Design optisch ansprechende Ergebnisse, folgte dabei aber dem eigenen ästhetischen Urteil der KI statt den Markenrichtlinien eines Unternehmens. Für große Organisationen war das kaum praktikabel.
Design und Code rücken zusammen
Das Update verbindet zudem Claude Design und Claude Code in beide Richtungen. Entwickler können das Designsystem einer bestehenden Codebasis direkt in Claude Design importieren. Fertige Designs werden ohne Neuaufbau an Claude Code übergeben. Umgekehrt lassen sich Designs auch direkt aus der Entwicklungsumgebung erstellen und bearbeiten.
Anthropic argumentiert, dass ein einziges KI-System, das sowohl Design als auch Code beherrscht, den langjährigen Übersetzungsverlust zwischen beiden Disziplinen beseitigt.
Beim Token-Verbrauch hat Anthropic die Nutzungslimits von Claude Design mit denen der anderen Produkte zusammengelegt. Außerdem soll der Verbrauch pro Aktion gesunken sein. Ein neuer Editor ermöglicht es, einzelne Elemente direkt anzupassen, ohne eine vollständige Modellantwort auszulösen. Neu hinzugekommen sind neun Exportziele, darunter Adobe, Canva, Vercel und Replit. Claude Design soll damit zum Ausgangspunkt für andere Werkzeuge werden, nicht zum Endpunkt.
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