Anthropic verbindet Claude mit Adobe, Blender und anderen Kreativ-Tools

Anthropic hat eine Reihe von Konnektoren veröffentlicht, die den KI-Assistenten Claude mit weit verbreiteter Software aus der Kreativbranche verbinden. Die Integrationen umfassen Tools für Grafikdesign, 3D-Modellierung, Musikproduktion und Videobearbeitung. Zu den Partnern gehören Adobe, Blender, Ableton, Autodesk, Affinity by Canva, Splice, SketchUp und Resolume.

Konnektoren erlauben es Claude, externe Plattformen direkt anzusprechen, Daten abzurufen und Aktionen innerhalb dieser Plattformen auszuführen. Jede Integration richtet sich nach den spezifischen Funktionen der jeweiligen Software.

Der Adobe-Konnektor greift auf mehr als 50 Tools aus Creative Cloud-Anwendungen zu, darunter Photoshop, Premiere und Express. Der Ableton-Konnektor stützt Claudes Antworten auf die offizielle Dokumentation der Musiksoftware Live und Push. Der Blender-Konnektor bietet ein Sprachinterface zur Python API von Blender. Nutzer können so mit der 3D-Software im Gespräch arbeiten, ohne Code zu schreiben. Autodesk-Fusion-Nutzer beschreiben Änderungen in einfacher Sprache, Claude setzt sie in 3D-Modelle um. SketchUp wandelt ein Gespräch in einen Ausgangspunkt für die 3D-Modellierung um. Splice ermöglicht es Musikproduzenten, den lizenzfreien Samplkatalog direkt aus Claude heraus zu durchsuchen. Affinity by Canva automatisiert wiederkehrende Aufgaben wie Stapelverarbeitung von Bildern und den Dateiexport. Resolume Arena und Wire geben Live-Visualkünstlern die Möglichkeit, ihre Software per Spracheingabe in Echtzeit zu steuern.

Anthropic nennt folgende Anwendungsfälle für die Integrationen:

  • Werkzeuge erlernen: Claude erklärt Software-Funktionen auf Nachfrage und fungiert als Tutor für komplexe Anwendungen.
  • Code schreiben: Claude erstellt Skripte und Plugins für bestehende Arbeitsabläufe.
  • Wiederholende Aufgaben übernehmen: Claude verarbeitet Dateien in Batches oder wendet Änderungen automatisch auf ein ganzes Projekt an.
  • Zwischen Tools wechseln: Claude übersetzt Formate und hält Dateien über mehrere Anwendungen hinweg synchron.

Separat hat Anthropic bekannt gegeben, dem Blender Development Fund als Corporate Patron beizutreten. Laut The Verge erfordert diese Mitgliedschaft einen jährlichen Beitrag von mindestens 240.000 Euro. Anthropic gibt an, die Mittel fließen in die Kernentwicklung von Blender, einschließlich der Python API. Francesco Siddi, CEO der Blender Foundation, erklärte, die Unterstützung ermögliche es dem Team, unabhängig zu arbeiten und sich auf Werkzeuge für Künstler zu konzentrieren. Die Blender Foundation weist darauf hin, dass der Konnektor auf dem offenen Standard Model Context Protocol aufbaut und damit auch für andere KI-Systeme nutzbar ist.

Anthropic arbeitet zudem mit drei Bildungseinrichtungen zusammen, die Lehrpläne zu kreativem Rechnen anbieten: die Rhode Island School of Design, das Ringling College of Art and Design und das Goldsmiths, University of London. Studierende und Lehrende erhalten Zugang zu Claude und den neuen Konnektoren.

Anthropic betont, diese Tools sollen kreatives Urteilsvermögen nicht ersetzen, sondern den Zeitaufwand für technische und wiederkehrende Aufgaben verringern.

Quellen: Anthropic, Blender, The Verge

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