Anthropic hat einen Vertrag mit SpaceX unterzeichnet, um die gesamte Rechenkapazität des Rechenzentrums Colossus 1 zu nutzen. Der Deal verschafft Anthropic innerhalb eines Monats Zugang zu mehr als 300 Megawatt Kapazität, gestützt auf über 220.000 Nvidia-GPUs.
Anthropic-Produktchefin Ami Vora gab die Partnerschaft auf der Entwicklerkonferenz des Unternehmens in San Francisco bekannt. Laut Anthropic kommt die zusätzliche Kapazität direkt den Abonnenten der Claude-Pro- und Max-Pläne zugute.
Der Deal reagiert auf ein Problem, mit dem Anthropic zu kämpfen hat: eine stark steigende Nachfrage, die das Unternehmen zu strengen Nutzungsbeschränkungen gezwungen hat. Gemeinsam mit der SpaceX-Vereinbarung kündigte Anthropic mehrere Änderungen an seinen Limits an:
- Das stündliche Nutzungslimit von Claude Code verdoppelt sich für Pro-, Max-, Team- und Enterprise-Pläne
- Die Nutzungsreduzierung in Spitzenstunden entfällt für Pro- und Max-Nutzer
- Die API-Rate-Limits für Claude-Opus-Modelle steigen
Colossus 1 wird von SpaceX betrieben und enthält laut SpaceX Installationen von H100-, H200- und GB200-Beschleunigern. Der Cluster wurde für KI-Training, Fine-Tuning und Inference-Aufgaben entwickelt.
Die SpaceX-Vereinbarung ist einer von mehreren großen Rechenkapazitäts-Deals, die Anthropic zuletzt abgeschlossen hat. Weitere Partner sind Amazon, Google, Broadcom, Microsoft und Nvidia.
Im Rahmen des SpaceX-Deals hat Anthropic Interesse an orbitaler KI-Rechenkapazität geäußert. SpaceX erklärt, dass Infrastruktur im Weltraum nachhaltige Energie mit geringeren Auswirkungen auf die Erde bieten könnte. Technische Herausforderungen bestehen laut SpaceX jedoch noch.
Quellen: Anthropic, xAI, Axios
Bleib auf dem Laufenden
KI für Contentprofis: die neuesten Tools, Tipps und Trends. Alle 14 Tage in deine Inbox:
