Google hat Gemini 4 Carbon vorgestellt, ein neues KI-Modell für anspruchsvolle Softwareentwicklung und Aufgaben der Cybersicherheit. Koray Kavukcuoglu stellt das Modell in einem offiziellen Blogbeitrag von Google vor und bezeichnet es als das bisher leistungsfähigste Modell des Unternehmens für Cybersicherheit und lang laufende Aufgaben.
Nach Angaben von Google belegt Carbon in Version 5.0 des Intelligence Index von Artificial Analysis den ersten Platz mit 59 Punkten. Das Unternehmen meldet zudem hohe Werte in Tests zur Suche nach Schwachstellen, zur Prüfung ihrer Ausnutzbarkeit und zur Erstellung von Fehlerbehebungen. Genannt werden 88,2 Prozent bei SEC-bench Pro, 54,8 Prozent bei ExploitGym und 71,0 Prozent bei CWE-bench. Google weist darauf hin, dass diese externen Benchmarks ohne Sicherheitsvorkehrungen des Modells ermittelt wurden.
Für langwierige Entwicklungsaufgaben gedacht
Carbon soll mehrstufige Projekte über längere Zeit bearbeiten können. Google berichtet, dass interne Teams das Modell über mehrere Tage eingesetzt haben. Es habe dabei schwer erkennbare Fehler untersucht, Ursachen nachverfolgt und Änderungen für große Codebasen sowie systemnahe Software vorbereitet.
Auch bei Webentwicklung, wissenschaftlichen Aufgaben, multimodaler Verarbeitung und agentischen Abläufen sieht Google Fortschritte. Auf der Plattform WebDev Arena erreiche Carbon laut Unternehmen Platz vier mit 1.768 Elo-Punkten. Gegenüber Gemini 4 Argon entspreche das einem Zuwachs von 89 Punkten.
Mehr Leistung, aber mit Schutzvorkehrungen
Google erklärt, die Fähigkeiten für Cybersicherheit mit zusätzlichen Schutzmechanismen verbunden zu haben. Im Vergleich zu Argon habe Carbon in internen Tests etwa halb so viele unbelegte Behauptungen gemacht. In praktischen Programmierumgebungen seien Warnungen vor schwerwiegendem Fehlverhalten um fast 80 Prozent gesunken.
Außerdem habe Carbon alle getesteten Angriffe im Benchmark für indirekte Prompt-Injection von Gray Swan abgewehrt, so Google. Zunächst erhalten ausgewählte Fachleute für Cyberabwehr und vertrauenswürdige Partner über das Fairwind-Programm Zugang. Eine breitere Einführung soll später folgen.
Zum Start verlangt Google 2 US-Dollar je eine Million Eingabe-Token und 10 US-Dollar je eine Million Ausgabe-Token. Nach der Einführungsphase sollen die Preise auf 4 beziehungsweise 20 US-Dollar steigen.
Bleib auf dem Laufenden
KI für Contentprofis: die neuesten Tools, Tipps und Trends. Alle 14 Tage in deine Inbox: