Google kennzeichnet künftig KI-generierte Werbung

Google zeigt Nutzern künftig an, ob eine Anzeige mit künstlicher Intelligenz erstellt oder bearbeitet wurde. Sarah Perez berichtet für TechCrunch, dass die Funktion auf alle Anzeigen bei Google Search, YouTube und Google Discover ausgeweitet wird, nicht nur auf politische Werbung.

Unternehmen nutzen KI immer häufiger, um Produktbilder zu erstellen, Produkte in verschiedene Umgebungen einzubetten und Kosten für klassische Fotoshootings zu sparen. Google erlaubt diese Praxis grundsätzlich. Bisher mussten jedoch nur Wahlwerbeanzeigen offenlegen, wenn synthetische Inhalte im Spiel waren. Diese Ausnahme entfällt nun.

So funktioniert die Kennzeichnung

Die neue Funktion findet sich im „My Ad Center“. Nutzer öffnen dieses Panel über das Drei-Punkte-Menü oder das Info-Symbol neben einer Anzeige. Dort lassen sich Anzeigen bereits blockieren, melden oder Informationen zum Werbetreibenden einsehen. Eine neue Option namens „How this ad was made“ zeigt nun zusätzlich an, ob KI bei der Erstellung oder Bearbeitung beteiligt war.

Nutzt ein Werbetreibender Googles eigene generative KI-Tools, aktiviert sich die Kennzeichnung automatisch. Entsteht die Anzeige woanders, muss der Werbetreibende den KI-Einsatz selbst über eine neue Einstellung angeben. Google prüft diese Angabe nicht eigenständig nach. In manchen Ländern kann eine Anzeige zusätzlich als KI-generiert markiert werden, wenn lokale Gesetze das vorschreiben.

Für Content-Profis markiert die Neuerung einen weiteren Schritt hin zu mehr Transparenz bei KI-generierten Werbeinhalten. Da sich synthetische Bilder immer schwerer von echten Fotos unterscheiden lassen, könnten solche Kennzeichnungen künftig beeinflussen, wie Marken ihre Produkte präsentieren und wie Nutzer Werbung im Netz wahrnehmen.

Bleib auf dem Laufenden

KI für Contentprofis: die neuesten Tools, Tipps und Trends. Alle 14 Tage in deine Inbox:

 

Weitere Infos …

Über den Autor

Mehr zum Thema:

×