Mistral AI hat Workflows veröffentlicht, eine Orchestrierungsplattform für den produktiven Einsatz in Unternehmen. Michael Nuñez berichtet für VentureBeat, dass das Pariser Unternehmen mit einem Wert von rund 13,8 Milliarden Dollar das Produkt als öffentliche Vorschau im Rahmen seiner Studio-Plattform lanciert hat.
Workflows ermöglicht Entwicklern, mehrstufige KI-Prozesse in Python zu definieren, auszuführen und zu überwachen. Die Plattform trennt Orchestrierung von Ausführung. Dadurch müssen sensible Unternehmensdaten die eigene IT-Infrastruktur nie verlassen. Jede Entscheidung, jeder Neuversuch und jede Zustandsänderung wird protokolliert. Die Plattform unterstützt den Observability-Standard OpenTelemetry.
Technisch basiert Workflows auf Temporal, einer Laufzeitumgebung für zuverlässige Prozessausführung. Temporal wird auch von OpenAI, Netflix und JPMorgan Chase genutzt. Mistral hat die Basisinfrastruktur um KI-spezifische Funktionen erweitert, darunter Streaming, Mandantenfähigkeit und verbesserte Beobachtbarkeit.
Kunden verarbeiten bereits täglich Millionen von Ausführungen. Die wichtigsten Anwendungsfälle sind die Automatisierung von Frachtzolldokumenten in der Schifffahrt, die Bearbeitung von Know-Your-Customer-Prüfungen für Banken sowie die automatische Weiterleitung von Supportanfragen im Bankensektor.
Elisa Salamanca, zuständig für das Enterprise-Geschäft bei Mistral, betont den Fokus auf Entwickler statt auf Gelegenheitsnutzer. „Die Lücke ist operativer Natur“, sagte sie gegenüber VentureBeat. „Workflows ist die Infrastruktur, um KI-Systeme zuverlässig in geschäftskritischen Prozessen zu betreiben.“
Workflows bildet die mittlere Schicht einer dreiteiligen Plattform. Forge übernimmt das Modelltraining, Vibe stellt die Benutzeroberfläche bereit. Das Python SDK ist ab sofort verfügbar.
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