OpenAI baut sein Werbegeschäft in ChatGPT schnell aus und die Preise für Anzeigen sinken bereits deutlich. Der sogenannte CPM, also der Preis pro tausend Nutzer, fiel vom Startwert von 60 Dollar auf teilweise nur noch 15 Dollar. Der genaue Preis hängt davon ab, über welche Plattform die Anzeigen gekauft werden.
Auch der Mindesteinsatz für das Pilotprogramm sank stark: von 250.000 Dollar zu Beginn auf jetzt 50.000 Dollar. Diese niedrigere Schwelle zieht mehr Werbetreibende an, was den Preisdruck weiter erhöht.
OpenAI führte inzwischen ein Cost-per-Click-Modell ein, das parallel zum CPM-Modell läuft. Werbetreibende können dabei Gebote zwischen 3 und 5 Dollar pro Klick setzen. Nicole Greene, Analystin bei Gartner, sagte, dieses Modell ermögliche es Werbetreibenden, ChatGPT direkt mit anderen großen Plattformen zu vergleichen.
Mehrere Partner sind am Verkauf der Anzeigen beteiligt. Sowohl Criteo als auch StackAdapt nehmen am Pilotprogramm teil. Ein Pitch-Deck von StackAdapt beschreibt das Angebot als Möglichkeit, Nutzer zu erreichen, während sie Produkte recherchieren und vergleichen.
Das zentrale Problem für OpenAI bleibt die Erfolgsmessung. Werbetreibende haben bisher kaum Werkzeuge, um zu prüfen, ob eine ChatGPT-Anzeige tatsächlich Wirkung zeigt. Robert Webster, Gründer der KI-Marketingberatung TAU, sagte, die Messbarkeit — nicht die Oberfläche — sei der eigentliche Wettbewerbsvorteil. OpenAI sucht derzeit seine erste Führungskraft für Werbemessung und entwickelt Tracking- und Attribution-Tools, um diese Lücke zu schließen.
Quellen: Digiday, AdWeek, Digiday
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