Anthropic hat Claude Opus 4.7 veröffentlicht, das bisher leistungsstärkste öffentlich verfügbare KI-Modell des Unternehmens. Laut Anthropic übertrifft das Modell seinen Vorgänger Claude Opus 4.6 in den Bereichen Softwareentwicklung, Dokumentenanalyse und Bildverarbeitung.
Ein zentrales Merkmal ist die Fähigkeit zur Selbstüberprüfung. Bei internen Tests entwickelte Opus 4.7 eigenständig eine Text-zu-Sprache-Software in der Programmiersprache Rust und prüfte das erzeugte Audioergebnis anschließend mit einem Spracherkennungsprogramm gegen eine Referenz. Anthropic zufolge können Nutzer dem Modell komplexe, langwierige Aufgaben nun mit größerer Verlässlichkeit übertragen.
Das Modell verarbeitet außerdem Bilder mit höherer Auflösung: bis zu 2.576 Pixel auf der längsten Seite, mehr als dreimal so viel wie frühere Claude-Modelle. VentureBeat berichtet, dass eine Sicherheitsfirma dadurch ihre Erfolgsquote bei visuellen Tests von 54,5 auf 98,5 Prozent steigerte.
Beim Wissensarbeits-Benchmark GDPVal-AA erzielte Opus 4.7 einen Elo-Wert von 1753 — vor OpenAIs GPT-5.4 mit 1674 und Googles Gemini 3.1 Pro mit 1314. In einigen Bereichen, etwa bei der agentischen Suche und mehrsprachigen Fragen, liegen Konkurrenten jedoch weiterhin vorn.
Anthropic weist darauf hin, dass das Modell Anweisungen wörtlicher befolgt als frühere Versionen.
Neue Funktionen auf einen Blick:
- „xhigh“-Effort-Stufe für feinere Steuerung der Reasoning-Tiefe
- Task-Budgets zur Kostenkontrolle beim Token-Verbrauch
- /ultrareview-Befehl für tiefergehende Code-Überprüfungen in Claude Code
Der Preis bleibt unverändert: 5 US-Dollar pro Million Input-Tokens und 25 US-Dollar pro Million Output-Tokens. Das Modell ist über die Claude API, Amazon Bedrock, Google Cloud Vertex AI und Microsoft Foundry verfügbar.
Quellen: Anthropic, VentureBeat
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