Val Kilmer wird im kommenden Film „As Deep as the Grave“ dank generativer KI zu sehen sein. Das ist bemerkenswert, weil der Schauspieler nie eine einzige Szene gedreht hat. Coerte Voorhees berichtet für Variety, dass Kilmer ursprünglich als Vater Fintan besetzt war. Die Rolle eines katholischen Priesters und indianischen Spiritualisten wurde eigens für ihn entworfen. Kehlkopfkrebs verhinderte jedoch, dass er jemals am Set erschien. Kilmer starb 2025.
Die Produktion hat den Schauspieler mithilfe von Archivmaterial und Aufnahmen aus seinen späteren Lebensjahren digital rekonstruiert. Auch seine KI-generierte Stimme basiert auf vorhandenem Audiomaterial. Das ist von besonderer Bedeutung, weil ein Eingriff an der Luftröhre Kilmers natürliche Stimme beschädigt hatte. Die Figur leidet im Film an Tuberkulose. Die Filmemacher beschreiben das als erzählerische Brücke zu Kilmers tatsächlicher Erkrankung.
Kilmers Nachlass und seine Tochter Mercedes haben der Verwendung zugestimmt. „Er betrachtete neue Technologien stets mit Optimismus als Werkzeug, um die Möglichkeiten des Geschichtenerzählens zu erweitern“, erklärte sie. Die Produktion hielt sich an die Richtlinien der Schauspielgewerkschaft SAG und vergütete den Nachlass für die Nutzung von Kilmers Abbild.
Der Film basiert auf einer wahren Geschichte über Archäologen im Canyon de Chelly in Arizona. Neben dem KI-generierten Kilmer spielen Tom Felton, Abigail Lawrie, Wes Studi und Abigail Breslin. Die Produktion dauerte auch aufgrund der COVID-Pandemie sechs Jahre.
Kilmer hatte bereits 2022 mit dem KI-Unternehmen Sonantic zusammengearbeitet, um seine Stimme für „Top Gun: Maverick“ zu rekonstruieren.
